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Die Spuren der Geschichte
Der Aussichtsposten meldete - "Land in Sicht!" Das war "Siggen
på Bömmelöen", den er erblickte. Roald Amundsen,
auf seinem Polarschiff "Fram", sah auf diese Weise sein
Vaterland wieder. Siggjo und Bømlo waren durch alle Zeiten
hindurch die erste Landmarke, die heimkehrende Seefahrer auf ihrer
Heimfahrt erspähten.
Nach der letzen Eiszeit zogen die Menschen weiter die Küste
hinauf. Die Küste bei Bømlo, mit ihren zahlreichen Schären,
Sunden und Holmen eignete sich hervorragend für den Fischfang.
In der ersten Zeit waren sie umherziehende Jägerstämme,
später jedoch wurden die Menschen hier sesshafter. Die ältesten
Siedlungen aus der Steinzeit auf Bømlo sind etwa 10.000 Jahre
alt.
Hespriholmen
Vor etwa 9.000 Jahren begannen die Jäger und Sammler aus dem
Grünstein, der auf dem Hespriholm gefunden wurde, Geräte
anzufertigen. In zerbrechlichen aus Tierhäuten hergestellten
Booten gelangten sie zu dem Holm, brachen den Stein herraus und brachten
ihn nach Langevåg.
Langevåg
In Langevåg lebte das "Grünsteinvolk". Hier
wurde der Grünstein vom Hespriholm viele tausend Jahre lang
zu Geräten und Waffen verarbeitet. Steinbrüche und Siedlerstellen
aus der Steinzeit liegen in dieser Gegend dichter beieinander als
im restlichen Westnorwegen. In der älteren Steinzeit wurde der
Grünstein immer häufiger bei der Herstellung von Äxten
verwendet. Der bekannte Archäologe Haakon Shetelig nannte Bømlo
das "Sagenland".
Die Geschichte der Fischerei
Bømlo, dessen Bewohner Fischer und Bauern waren, war schon
immer eng mit dem Meer verbunden. Um 1830 kamen große Heringsschwärme
an die Westküste von Bømlo. Und somit begannen die Bømloer
ihren Lebensunterhalt mit der Fischerei zu verdienen.
Espevær
Espevær war für den Fischfang günstig gelegen und
das "Baadehuset" (heute Museum) befand sich mitten im Zentrum.
Später wurde Espevær zum Mittelpunkt für den Hummerfang
- von hier aus wurde der Hummer aus den Hummergehegen ins In- und
Ausland verschifft. Espevær war auch Anfang des 20. Jahrhunderts
von Bedeutung, als der Makrelenfang mit der Schleppangel in der Nordsee
ein wichtiger Erwerbszweig wurde. Auch heute noch arbeiten sehr viele
Bømloer in der Fischerei, der Schifffahrt und der Fischzucht.
Die Goldgruben
Gegen Ende des 19. Jahrhunderts erlebte Bømlo ein großes "Wirtschaftsabenteuer".
Ein kleiner Junge fand Gold und löste damit einen regelrechten
Goldrausch aus. Um 1885, als es hier am hektischsten zuging, arbeiteten
mehrere hundert Mann in den Goldgruben bei Lykling. Insgesamt wurden
etwa 140 kg reines Gold gefunden.
Die Wichmannschmiede
Bømlos neuere industrielle Geschichte begann 1903 in der
Wichmannschmiede in Rubbestadneset. Hier wurde der erste Bootsmotor
hergestellt - der Auftakt zur Wichmann Motorenfabrik, der heutigen
Wärtsilä Norway AS. Um dieses Unternehmen herum sind viele
andere hochtechnologische, mit dem Meer und der Schifffahrt verbundene
Betriebe entstanden.
Das 1000-jährige Jubiläum und die Kirchengesetze
1995 wurde auf Bømlo groß gefeiert. Es war nämlich
genau 1000 Jahre her, als Olav Tryggvason bei Moster an Land ging,
ein Zelt aufschlagen ließ und eine Messe hielt. Später
ist die Tradition der Gottesdienste in Norwegen ununterbrochen gepflegt
worden.
1024 kam Olav Haraldsson (der Heilige) zum Mostrathing, um die Kirchengesetze
zu verabschieden.
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